
Schunk Xycarb Technologies entwickelt und produziert Lösungen aus Graphit, Keramik, Quarz und Silikon für mikroelektronische Anwendungen. Das Unternehmen ist weltweit an sechs Standorten tätig: in den Niederlanden, den USA, China, Südkorea, Taiwan und Singapur. Am niederländischen Standort arbeitet Bjorn Menke als Senior Process Engineer. Seine Aufgabe ist es, den Produktionsprozess wo immer möglich zu optimieren, wobei Staub eine zentrale Rolle spielt. Bjorn: „Jede noch so kleine Bearbeitung von Graphit führt zu Staubentwicklung. Diesen Staub möchte man weder in der Maschine noch auf dem Produkt haben, sondern so schnell wie möglich nach außen abführen, wo er in Big Bags gesammelt und an den Entsorgungsdienstleister übergeben werden kann.“
Von manueller zu automatisierter Absaugung
„Wir kamen zu dem Schluss, dass der Bediener bei der aktuellen Maschine viele manuelle Handgriffe ausführen musste, um sowohl den Prozessor als auch die Produkte von Staub zu befreien, damit das Produkt weiterverarbeitet werden konnte“, erklärt Bjorn. „Eine Staubabsaugung war daher ein logischer Schritt. Wir zogen in Erwägung, einen Anbieter aus Finnland hinzuzuziehen, hatten aber auch gute Erfahrungen mit dem niederländischen Unternehmen Kiekens gemacht. Die Wahl fiel schließlich auf Kiekens, vor allem aufgrund der Qualität der Absauganlage. Zudem schätzten wir es, mit einem niederländischen Unternehmen zusammenzuarbeiten, dessen Serviceniveau genau unseren Erwartungen entsprach.“
Spezifikationen und ein ergänzender Vorschlag
„Wir benötigten eine Absaugung, die von einem Roboter gesteuert werden konnte. So musste der Bediener nicht ständig den Ein-/Ausschalter betätigen. Außerdem wollten wir eine Staubabsaugung mit mehr Saugkraft. Wir hatten bisher immer mit Niedervakuum-Absaugung gearbeitet, aber dabei blieb recht viel Staub in der Maschine zurück. Unser Wunsch war es, auf eine Hochvakuum-Absaugung umzusteigen.
Kiekens unterbreitete uns zudem einen eigenen Vorschlag für ein modulares System, das sich einfach erweitern lässt. Eine gute Idee, denn wir wachsen als Unternehmen stark, sodass diese Frage ohnehin irgendwann auf uns zugekommen wäre.“
Fundierte Vorbereitung
Nach der Auftragserteilung setzte ein gründlicher Prozess ein. Kiekens kam vor Ort, um sich die Roboterlinie genau anzusehen, und die Ingenieure berieten sich mit unserem Automatisierungsexperten, welches System am besten geeignet wäre. Sie organisierten zudem eine Simulation vor Ort, um zu prüfen, ob die Saugkraft der neuen Anlage ausreichte. Das lag vor allem daran, dass unser Kabelkanal – durch den der Absaugschlauch geführt werden musste – recht klein dimensioniert war. Kiekens musste daher zwangsläufig einen schmaleren Schlauch anschließen. Sie wiesen uns auf die Konsequenzen hin: Durch den dünneren Schlauch verloren wir einiges an Saugleistung. Damit gingen sie ein gewisses Risiko ein, denn wir hätten den Auftrag auf dieser Grundlage stornieren können. Doch genau das gab uns Vertrauen. Dank der Simulation konnten wir eine fundierte Entscheidung treffen und beschlossen, das Projekt dennoch umzusetzen.“
Und das alles auf unsere eigene einzigartige Weise
DM9000: maßgeschneidert und skalierbar
Inzwischen steht eine Dustmaster DM9000 in der Fertigungshalle: eine zentrale Hochvakuum-Absauganlage mit einer angeschlossenen Turbine. Sollte es erforderlich sein, kann SchunkXycarb hier in Zukunft problemlos weitere Turbinen ergänzen. Die Absaugung ist übrigens bewusst nicht vollständig automatisiert. Wenn ein Bediener die Maschine manuell reinigen möchte – da der Roboter nicht überall hinkommt –, zieht er einfach eine Art Schlauchaufroller nach unten.
Vorteile
Bjorn ist sehr zufrieden mit dem Staubabsaugsystem: „Wir optimieren unsere Prozesse bei Schunk ausgehend von drei Eckpfeilern: Qualität, Geschwindigkeit und Bedienerabhängigkeit. Was wir jetzt sehen, ist, dass wir mit dieser Staubabsaugung von Kiekens in allen Bereichen gewonnen haben:
1. Wenn ein Produkt verschmutzt ist, funktioniert die Vakuumansaugung in der Maschine nicht und das Produkt bleibt für die Bearbeitung nicht haften. Das gehört nun der Vergangenheit an.
2. Produkte sind jetzt garantiert immer sauber, denn ein Bediener kann etwas vergessen, aber ein Roboter arbeitet konsistent.
3. Ein Produkt wird immer im gleichen Zustand in die nächste Bearbeitungsmaschine eingelegt.
4. Es liegt spürbar weniger Staub in den Maschinen und auf den Produkten. Staub, der früher herumwirbelte, wurde zwar abgesaugt, aber wenn er sich erst einmal abgesetzt hatte, blieb er liegen. Das ist mit dieser Hochvakuum-Absaugung wirklich anders, selbst wenn der Staub in tiefen Rillen sitzt. Die Absaugung nimmt alles auf.
5. Das manuelle Reinigen der Produkte zwischen den Bearbeitungsschritten bedeutete, dass die Maschine recht häufig stillstand. Das ist mit dieser automatisierten Absaugung kaum noch der Fall.
6. Der Bediener muss die Absaugung nur noch gelegentlich manuell bedienen.
7. Alle sind sich einig, dass all diese Reinigungsarbeiten, wie das Wegblasen von Staub mit einer Druckluftpistole, nicht gerade die angenehmste Arbeit sind, daher wird diese Art der Absaugung auch in der Werkstatt sehr geschätzt.“
Gute Abstimmung, gutes Ergebnis
„Wenn ich schließlich rein auf die Zusammenarbeit mit Kiekens blicke, kann ich nur feststellen, dass diese sehr gut war. Es war viel Abstimmungsbedarf erforderlich, beispielsweise aufgrund der Schaltpläne und zwischen Kiekens und der deutschen Fastems Systems GmbH. Aber das ist alles äußerst reibungslos verlaufen“, stellt Bjorn zufrieden fest.
Zentrale Staubabsaugung für jede Branche
Kiekens bietet eine zentrale Staubabsaugung als Gesamtsystem. Von der Entnahme über Rohrleitungen bis hin zur Filterung und Belüftung: Wir planen, installieren und warten eine vollständig integrierte Lösung. So schaffen wir eine saubere, sichere Arbeitsumgebung, die mit Ihrer Produktion wächst.


































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